Plötzlich Ex-Overlander (14.9.2017) 5


Heute war es dann soweit. Das Auto musste zur Verschiffung. Aus uns stolzen Overlandern wurden auf einmal wieder ganz normale Touristen.

Was sind eigentlich Overlander? Eine Szene der Langzeit-Reisenden, aber das muss ich mal separat beschreiben (LINK).

Gestern kamen wir zu dem Ort zurück, wo vor einem Jahr auch alles begann. Nach Valparaíso!

Alles war schon für die Verschiffung nach Deutschland vorbereitet. Nach einer letzten Nacht, gut geschützt vor den Langfingern Valparaísos in einer Garage,

ging es dann zur Spedition etwa 20km außerhalb der Stadt. Auf diesem Weg haben wir auch die 113.000km voll gemacht.

Gestartet vor einem Jahr bei Kilometerstand 73.001 waren wir etwas über 40.000km in Südamerika mit dem Auto unterwegs.
Bei der Spedition und dem Zoll gab es erst einmal Papierkram zu erledigen:

Und dann mussten wir in Augenschein nehmen, in welcher Art von Blech-Behausung unsere kleine Tigerente in den nächsten Wochen über den Pazifik, durch den Panama Kanal und die Karibik, weiter über den Atlantischen Ozean und die Nordsee Kurs auf Hamburg nimmt.

Nach dem Abschied

ging es mit dem Taxi wieder zurück in die Stadt, wo die letzten Formalitäten zu erledigen waren.

Nun sitzen wir, autolos, in Valparaíso in der Sonne und freuen uns,

dass in dem ganzen Jahr mit dem Auto alles so gut gegangen ist. Es hat uns fast klaglos auch in entlegene Winkel getragen, es hat uns ein kleines aber feines und wohnliches Zuhause gegeben. Es gab keine Unfälle, keine Einbrüche und keine einzige Panne, die uns irgendwo in der Wildniss am Weiterfahren gehindert hätte. Natürlich hatten wir Schäden am Auto (immer nur Fahrwerk und Reifen) und manchmal mussten wir ungeplant in die Werkstatt, aber am Ende war alles im erträglichen Rahmen. Wir sind unterwegs anderen Overlander begegnet oder haben Geschichten über Overlander gehört, die es wirklich schwer erwischt hat. Das ging sogar soweit, dass es zur vorzeitigen Rückverschiffung oder zur Aufgabe des Fahrzeugs in Südamerika kam.

Daher unser Fazit: VW-Bus und Südamerika – eine gute Wahl!

Und was sagen andere Overlander zum Thema Heimkehr?

Die, die auch gerade Richtung Europa heimkehren:

Die, die noch bleiben dürfen schreiben:


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5 Gedanken zu “Plötzlich Ex-Overlander (14.9.2017)

  • Thomas Bi

    Irgendwie schade, dass Euer Blog nun endet. Aber ich freue mich auch, Euch wieder zu sehen.
    N.B.: War denen am Hostel das „e“ ausgegangen? Der letzte Buchstabe sieht wie ein rumgedrehtes „a“ aus. 🙂

    LG Bi

    • Der Autor (Christian) Autor des Beitrags

      Lieber Bi. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an all Deine vielen netten Kommentare und Deine virtuelle Teilnahme an unserer Reise. Es ist schön zu wissen, dass das was wir schreiben auch gelesen wird und Reaktionen hervorruft.
      Mir persönlich hat das Blog-Schreiben bis hierhin viel Spaß gemacht und paar Artikel werden sicherlich noch folgen. Aber mit der Rückkehr nach Deutschland zieht auch bei uns der Alltag wieder ein und der ist, das wissen wir ja auch, meistens nicht von so hohem Unterhaltungswert, dass sich darüber täglich zu schreiben lohnt. Außerdem wird sicherlich auch wieder ein Schwenk zu direkten persönlichen Gesprächen folgen, ob am Telefon oder mit Treffen. Und so können wir für uns hoffentlich die schönen Gedanken an diese tolle Reise noch ein wenig in den Alltag retten.

  • Jörg S.

    So schnell ist ein Jahr vorbei…
    Ich danke Euch für Eure lebhaften Berichte und die schönen Bilder. Es hat Spaß gemacht Euch auf diesem Wege auf Eurer Reise zu begleiten.
    Ich wünsche Euch eine gute Rückreise

  • Anja

    Was für ein Abenteuer – ihr habt in dem einen Jahr mehr erlebt und auch gemeistert als die meisten von uns im ganzen Leben.
    Seid ihr nun alle drei wieder zurück im herbstlichen Düsseldorf? Fühlt sich bestimmt erstmal seltsam an. Aber auch hier bleibt ja nicht alles beim alten für euch. Für Franzi beginnt auf alle Fälle ein neuer Lebensabschnitt. Was hat sie vor?
    Ganz liebe Grüße,
    Anja, Georg und Lumen