Wo der Asphalt so hinfällt (24.6.2017) 1


Schon oft haben wir uns über die Asphaltierungs-Philosophie in Südamerika gewundert.

Man kann lange Strecken auf Schotterstraßen zurücklegen und wundert sich, dass sich die Menschen in diesen staubigen Gegenden nicht dagegen auflehnen. Es kommt nämlich durchaus vor, dass es auf den Überlandstrecken Asphalt gibt und in den Ortschaften eben gerade nicht.

Ein Beispiel dafür: die schreckliche und staubige Stadt Uyuni/Bolivien, an deren Ortsrand es einen kleinen Absatz auf der Straße gibt, um dann vom Dreck der Stadtstraße auf eine wahrlich perfekt asphaltierte Landstraße zu kommen.

Ein anderes Beispiel hatten wir in der Nähe der legendären Todesstraße ‚Camino de la Muerte‘ südlich von Coroico. Kilometerlang fährt man über eine Staubstraße. Alle Pflanzen und Ortschaften sind dick mit Staub überzogen. Plötzlich, einfach so mittendrin, ich glaube, der Ort hieß La Florida,

beginnt eine Strecke von vielleicht 10 Kilometern Asphalt, um dann wieder unvermittelt in einen Brückenbau und dann wieder in eine Staubstraße überzugehen:

Irgendwie ist es uns völlig unverständlich, warum man all die Baumaterialien und die notwendigen Baumaschinen zum Asphaltieren über so große Entfernungen dorthin bringt, wobei davor und dahinter alles im Dreck versinkt.
Außerdem zweifelt man auch immer wieder an der Haltbarkeit der asphaltierten Straßen. Es kommt sehr oft vor, daß man über einen anscheinend perfekten Asphalt dahingleitet, um dann direkt wieder in einem großen Loch zu verschwinden. Man muss als Fahrer ständig auf der Hut und auf kurzfristige Belag-Wechsel vorbereitet sein, um rechtzeitig ausweichen oder fast bis zum Stillstand abbremsen zu können.

Wir haben erfahren, dass die zuständigen Baufirmen oftmals  kurzerhand die notwendige Dicke der Alsphaltsxhicht um die Hälfte verringern – was ja kurzfristig Zeit und Geld spart…


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